13.11.2007

Sehr geehrte Damen und Herren,

bezugnehmend auf Ihre o. g. Pressemitteilung möchte ich Ihnen im Auftrag des BDP-Vertreters im ADHS-Netzwerk folgendes mitteilen.

Auch der BDP sieht die weit verbreitete, zu lockere Medikamentengabe bei vorhandener oder nicht vorhandener ADHS sehr kritisch und fordert in diesem Zusammenhang eine verbesserte Diagnostik vor Medikamentengabe. Zudem sollte vor jeder Medikamentengabe der Versuch stehen, mittels pädagogischer und/oder psychologischer Interventionen der Symptomatik zu begegnen. Erst wenn sich keine Verbesserungen einstellen, kann eine Medikamentengabe sinnvoll sein, die allerdings dann gemäß state of the art erfolgen muss, was eine profunde und solide Diagnostik voraussetzt und bei Medikamentengabe eine begleitende Beratung der Eltern und/oder verhaltenstherapeutische Interventionen (z. B. nach THOPS) beinhalten muss.

Wir möchten auch darauf hinweisen, dass es durchaus Fälle gibt, in denen eine Medikamentengabe zur Entspannung der Situation oder Konstellation, in der sich das Kind befindet, führen kann.

Wir möchten ferner in diesem Zusammenhang auf die Stellungnahme des ADHS-Netzes zur Festbetragsregelung (s. Hp des Zentralen ADHS-Netzes: www.zentrales-adhs-netz.de) verweisen, die wir inhaltlich mittragen.


Mit freundlichen Grüßen

Armin Traute
Hauptgeschäftsführer

Beate Kolasa
Assistentin des Hauptgeschäftsführers
Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen e. V.
Glinkastraße 5-7
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